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Urban Ecology, Projektberichte und Tipps für ökologisches Gärtnern in Berlin.

Berlins Insekten brauchen Ihre Hilfe — so wird Ihr Balkon zur Tankstelle
Urban Ecology

Berlins Insekten brauchen Ihre Hilfe — so wird Ihr Balkon zur Tankstelle

Die Insektenpopulation in Berlin ist in den letzten 20 Jahren um über 40 % zurückgegangen. Doch jeder Balkon und jede Fensterbank kann ein kleines Refugium werden — mit den richtigen Pflanzen. Setzen Sie auf ungefüllte Blüten, die Nektar und Pollen bieten: Lavendel, Thymian, Oregano und Katzenminze sind ideale Balkonpflanzen.

Vermeiden Sie Geranien und andere Zuchtformen mit gefüllten Blüten — sie sehen hübsch aus, bieten Insekten aber keinerlei Nahrung. Stellen Sie zusätzlich eine flache Schale mit Wasser und Steinen auf, damit Bienen und Schmetterlinge trinken können. Schon ein einzelner Blumenkasten mit heimischen Wildkräutern kann Dutzende Insektenarten anlocken.

Wir bieten kostenlose Balkonberatungen an — melden Sie sich bei uns, und wir stellen Ihnen eine individuelle Pflanzliste zusammen, die genau zu Ihrem Standort passt.

Dachbegrünung: Berlin fördert jetzt mit bis zu 75 €/m²
Fördermittel

Dachbegrünung: Berlin fördert jetzt mit bis zu 75 €/m²

Gute Nachrichten für Berliner Hausbesitzer: Das Programm „GründachPLUS" wurde deutlich aufgestockt. Ab sofort können Sie für extensive Dachbegrünungen bis zu 75 € pro Quadratmeter Förderung erhalten — das deckt in vielen Fällen mehr als die Hälfte der Gesamtkosten. Auch intensive Begrünungen und Fassadenbegrünungen sind förderfähig.

Die Antragstellung erfolgt vor Baubeginn über die Berliner Regenwasseragentur. Wichtig: Die Maßnahme muss von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Als zertifizierter Dachbegrünungsbetrieb übernehmen wir gerne die komplette Abwicklung — von der statischen Prüfung über die Antragstellung bis zur Fertigstellung.

Unser Tipp: Kombinieren Sie die Dachbegrünung mit einer Photovoltaik-Anlage. Grüne Dächer kühlen die Module im Sommer und steigern so deren Effizienz um bis zu 8 %. Für die Kombination gibt es zusätzliche Fördermittel.

Projekt abgeschlossen: Gemeinschaftsgarten Friedrichshain
Projektbericht

Projekt abgeschlossen: Gemeinschaftsgarten Friedrichshain

Nach sechs Wochen intensiver Arbeit ist unser bisher größtes Gemeinschaftsgarten-Projekt fertiggestellt. Auf einer ehemaligen Brachfläche in Friedrichshain haben wir gemeinsam mit 25 Anwohnern einen permakulturellen Garten angelegt — mit 20 Hochbeeten, einem Regenwasser-Sammelsystem und einem Drei-Kammer-Kompost.

Besonders stolz sind wir auf das Konzept der „essbaren Hecke": Statt einer konventionellen Einfriedung haben wir eine Mischhecke aus Felsenbirne, Kornelkirsche und Schwarzem Holunder gepflanzt, die im Herbst Früchte für die Gemeinschaft liefert und gleichzeitig Vögeln Nistplätze bietet.

Die begleitenden Workshops zu Mischkultur und Kompostierung waren restlos ausgebucht. Wir freuen uns, dieses Projekt auch in der Pflegephase weiter begleiten zu dürfen.

Winterschutz natürlich: Ohne Plastik durch die kalte Jahreszeit
Ökologie-Tipps

Winterschutz natürlich: Ohne Plastik durch die kalte Jahreszeit

Viele Gärtner greifen im Herbst zu Vlieshauben und Noppenfolie — doch es geht auch ohne Plastik. Laub ist der beste natürliche Winterschutz: Eine 10–15 cm dicke Laubschicht auf Beeten schützt Wurzeln vor Frost und fördert gleichzeitig das Bodenleben. Igel nutzen Laubhaufen als Winterquartier.

Für empfindliche Stauden und Rosen empfehlen wir das Anhäufeln mit Kompost und das Abdecken mit Tannenreisig. Kübelpflanzen können mit Jutesäcken (nicht Plastikfolie!) umwickelt und auf Holzklötze gestellt werden. Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser — gießen Sie an frostfreien Tagen.

Lassen Sie verblühte Staudenstängel stehen! Sie bieten Insekten Überwinterungsplätze und sehen mit Raureif bezaubernd aus. Der Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, wenn die neuen Triebe erscheinen.

Warum Totholz der beste Freund Ihres Gartens ist
Biodiversität

Warum Totholz der beste Freund Ihres Gartens ist

Totholz hat ein Imageproblem — dabei ist es einer der artenreichsten Lebensräume überhaupt. Ein einziger Totholzstapel kann über 600 verschiedenen Organismen Nahrung und Unterschlupf bieten: Käfer, Pilze, Moose, Flechten, Wildbienen, Spinnen und Eidechsen. In unseren Naturgärten ist Totholz ein fester Gestaltungsbestandteil.

Legen Sie einen Totholzstapel an einem halbschattigen Platz an — verschiedene Holzarten und Durchmesser erhöhen die Vielfalt. Aufrecht stehende Stämme mit Bohrlöchern werden zu Wildbienenhotels. Liegendes Totholz bildet Überwinterungsquartiere für Amphibien und Igel.

Keine Sorge vor „Unordnung": Geschickt platziert wird ein Totholzelement zum skulpturalen Blickfang. Wir integrieren Totholz in unsere Gestaltungskonzepte so, dass es ästhetisch überzeugt und ökologisch maximal wirksam ist.

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